Weihnachten in Pu’er

Jetzt, so ein paar Tage nach Weihnachten kann ich stolz sagen, unser Weihnachtsmarkt war ein riesen Erfolg!

Insgesamt wurden über 1300 Geschenke abgegeben, und dementsprechend hatten wir nicht nur die Besitzer dieser Geschenke sondern noch mehr Besucher.

Morgens um 8:30 ging der ganze Spaß mit dem Aufbau los, wenn man sich vorstellt einen ganzen Weihnachtsmarkt innerhalb von ein paar Stunden aufbauen zu müssen, dann könnte es schon sein, dass ein leichtes Gefühl der Überforderung auf einen zu kommt. Aber mit den bestimmt 100 hoch motivierten Schülern, waren unsere 18 Zelte, 30 Tische und noch viel mehr Stühle, 4 Weihnachts”bäume”, 10 Lichterketten, und unendlich viel Schnick Schnack, und natürlich die 1300 Geschenke innerhalb von locker 3 Stunden aufgebaut. Also sind wir dann ziemlich früh in die Mittagspause gegangen, noch ein Mittagsschlaf gemacht, und waren dann vollkommen ausgeschlafen um 4 Uhr wieder auf dem Platz um noch die letzten Sachen zu organisieren. Stück für Stück trudeln dann die 17 anderen Deutschen ein und die Weihnachtsmarkt Stimmung kommt so langsam in Schwung!

 

Um 7 Uhr sollte das ganze eigentlich anfangen, aber natürlich, wie soll es auch sonst sein, funktioniert der Strom nicht, was aber auch verständlich ist, dass man nicht 7 Induktionsplatten und 10 Lichterketten und die ganzen Musikanlagen von einer Steckdose laufen lassen kann…. Das hätten wir vielleicht mal vorher ausprobieren sollen. Aber spontan wie die Chinesen doch sind, sind sie dann nach drinnen gegangen, und haben das fertige Essen dann einfach nach draussen getragen! Am Ende des Marktes waren wir Essensmäßig mehr oder weniger ausverkauft! Genial! Die Mutzen waren aus meiner Sicht am beliebtesten, was natürlich daran liegen könnte, dass die Erdnüsse etwas verbrannt waren… Aber was solls 😀 Auch die wurden alle verkauft!!

Wie verbringt man die Zeit auf einem Weihnachtsmarkt, wenn man für alles so ein bisschen Verantwortlich ist? Ich bin ständig von einem zum anderen Stand geschwebt, habe Lob und Aufmunterung ausgesprochen, Fotos gemacht von strahlenden Chinesen, die ihre Geschenke ausgepackt haben, mich mit verschiedensten Menschen unterhalten, immer (sofern Möglich) ein Lächeln auf den Lippen von mir Fotos machen lassen, für den Austausch Fotos machen zu dürfen.

Die Wichtelaktion war definitiv die größte Attraktion… stellt euch vor ich habe ein Spielzeugauto bekommen! 😀 Nicht jeder war immer zu 100% glücklich mit seinem Geschenk, aber das Gefühl vom Geschenke aufmachen und sich weihnachtlich geliebt fühlen hing mehr als präsent in der Luft!

Auch das Krippenspiel und der Chor wurde fasziniert beobachtet, es wäre kein wirklicher Weihnachtsmarkt gewesen ohne die unglaublich süße Vorführung!

Nach den 2 Stunden, waren wir dann alle geschafft und glücklich, zum Glück ging der Abbau noch viel schneller als der Aufbau!

Den Abend haben wir dann mit einer deutschen Wichtelrunde in unserer Wohnung verbracht. Um kurzerhand von unserer Chinesisch Lehrerin mit einem wunderschönem Feuerwerk überrascht zu werden!

Weihnachten… im Auslandsjahr oft bekannt als das Tief, haben wir hier so beschäftigt und liebevoll miteinander verbracht, dass dafür gar keine Zeit war!

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Für eine andere Perspektive auf den Weihnachtsmarkt schaut doch mal bei Sascha vorbei: http://www.sascha-geht-weltwaerts.de/bericht-e-von-hier/

One thought on “Weihnachten in Pu’er

  1. Hallo Lea!

    Da hatte sich die gesamte Familie letzte Woche extra ohne mich zum Nähen getroffen und ich habe es noch in die Gruppe geschrieben, das es einen neuen Artikel gibt. Aber sie haben sich nicht getraut, Deinen Blog zu lesen. Au Mann! Heute war es dann aber doch so weit.

    Vorher haben wir uns das nicht so richtig vorstellen können, was Du Dir da unter einem Weihnachtsmarkt vorstellst. Ich dachte, Du machst einen Stand mit ein bisschen Gebäck oder so. Aber 18 Zelte und 30 Tische: Wow! Das ist ja grandios! Ich glaube, der Weihnachtsmarkt in Krefeld hat keine 18 Hütten. 🙂 Ich finde es auch toll, das alle Deutschen so zusammen gearbeitet haben. Die ganzen Stände müssen ja auch authentisch besetzt werden.

    Fast bekomme ich Heimweh nach China. So ein opulentes Weihnachtsfest gibt es hier nicht.

    Die Zwillinge haben an den Feiertagen auch gelernt, Weihnachtssterne zu falten. Laura sagt, das sie Deine Sterne auch sehr schön findet. Vor allem hat meine Cousine, die es ihnen beigebracht hat, gesagt, das man keine mehrfarbigen Sterne machen soll, weil die nicht schön aussehen. Deine sind aber total schön und sehen echt spitze aus.

    Julia möchte ungeheuer gerne nächstes Jahr mit Dir Sterne um die Wette falten. 🙂

    Michaela meint, das Du das mit dem Strom seit Deiner Abschiedsparty doch eigentlich wissen solltest. Hehe!

    Es ist schön zu hören, das ihr Weihnachten kein Tief hattet, sondern Euch zusammen ein paar deutsch-chinesische gute Tage gemacht habt.

    Jetzt wartet schon der nächste Blogartikel auf uns. Deshalb ende ich jetzt hier hier. Bis bald!

    Laura, Michaela, Julia, Thomas

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